Fechten [30.05.2026]

Doppelschlag in Villingen: Zwei Meistertitel und starke Podestplätze für Tettnangs Florettfechter

Für den Höhepunkt aus Tettnanger Sicht sorgte Zoe Stratkemper bei den U13-Damen. Bereits in der Vorrunde ließ sie keinen Zweifel an ihren Titelambitionen aufkommen. Mit fünf Siegen aus fünf Gefechten und gerade einmal fünf Gegentreffern setzte sie sich souverän an die Spitze des Teilnehmerfeldes. Dafür gab es ein Freilos in der ersten Direktausscheidung. Im Halbfinale und Finale präsentierte sich Stratkemper weiterhin äußerst konzentriert und gestattete ihren Gegnerinnen jeweils nur drei Treffer. Mit insgesamt lediglich elf Gegentreffern im gesamten Turnierverlauf stürmte sie ungefährdet zum südbadischen Meistertitel.

Auch bei den U13-Herren bestimmten die Tettnanger das Geschehen. Erik Zlate-Podani und Niclas Künk marschierten ohne Niederlage durch ihre Vorrunden und nahmen die Setzplätze eins und zwei für die Direktausscheidung ein. Besonders bemerkenswert: Für Künk war es der erste Turnierstart nach einer Ellbogenverletzung. Nach Freilosen im Auftakt der KO-Runde zogen beide mit überzeugenden Siegen ins Halbfinale ein. Dort traf Erik Zlate-Podani auf den amtierenden Titelträger. Nach einem starken Beginn und zwischenzeitlicher Führung musste er sich schließlich geschlagen geben. Die Bronzemedaille bei einer Landesmeisterschaft bestätigt jedoch eindrucksvoll seinen kontinuierlichen Aufwärtstrend.
Niclas Künk hingegen behielt seine makellose Bilanz bei. Mit einem beeindruckenden 10:0-Erfolg im Halbfinale sicherte er sich das Finalticket. Auch im entscheidenden Gefecht behielt er die Übersicht, setzte seine Angriffe konsequent und ließ nichts mehr anbrennen. Am Ende durfte er sich souverän zum südbadischen Meister der U13 küren lassen.

Ein hochkarätig besetztes Feld erwartete Julia Neumeister bei den U17-Damen. Neumeister gewann bis auf eine denkbar knappe Niederlage sämtliche Vorrundengefechte und startete als Nummer vier der Setzliste in die Direktausscheidung. Dort focht sie sich bis ins Halbfinale vor. Gegen die spätere Turniersiegerin aus Freiburg leistete die Tettnangerin beim 10:15 erbitterten Widerstand und durfte sich verdient über die Bronzemedaille freuen.
Doch damit war ihr erfolgreiches Wochenende noch nicht beendet. Bereits am folgenden Tag kehrte Neumeister beim Helmut-Schiller-Cup der Damen erneut auf die Planche zurück. Diesmal blieb sie in der Vorrunde ungeschlagen und setzte ihren starken Lauf bis ins Finale fort. Kurz vor Schluss musste sie ihre Gegnerin ziehen lassen. Mit der Silbermedaille krönte sie dennoch ein herausragendes Turnierwochenende und bestätigte ihre starke Form eindrucksvoll.